Phishing in der Schweiz: Die LINDA-Regel der Polizei einfach erklärt
Cyberkriminelle werden immer professioneller. Täglich erhalten tausende Menschen in der Schweiz gefälschte E-Mails, SMS oder Nachrichten, die täuschend echt aussehen. Das Ziel ist immer dasselbe: Passwörter, Kreditkartendaten oder Bankinformationen zu stehlen.
Um die Bevölkerung besser zu schützen, hat die Schweizer Polizei die Präventionskampagne LINDA lanciert. Die Kampagne ist derzeit auch im Schweizer Fernsehen zu sehen und vermittelt eine einfache Regel, mit der sich viele Phishing-Angriffe erkennen lassen.
Leider stellen wir bei DoktorMac® in der Region Bern fest, dass die Zahl erfolgreicher Phishing-Angriffe in den letzten Monaten deutlich zugenommen hat. Einige Betroffene haben dabei mehrere tausend Franken verloren. In einzelnen Fällen belief sich der Schaden sogar auf über CHF 30’000.
Was ist Phishing?
Phishing ist eine Betrugsmasche, bei der Kriminelle versuchen, an vertrauliche Informationen zu gelangen. Dies geschieht meist über gefälschte E-Mails, SMS-Nachrichten oder Webseiten, die bekannten Unternehmen, Banken oder Behörden täuschend ähnlich sehen.
Typische Beispiele sind Nachrichten von:
- Banken
- Kreditkartenanbietern
- Postdienstleistern
- Apple
- Microsoft
- Swisscom
- Twint
- Paketdiensten
Oft wird behauptet, ein Konto müsse überprüft werden, eine Zahlung sei fehlgeschlagen oder ein Paket könne nicht zugestellt werden, da kleine Zusatzgebühren anfallen. Die Empfänger werden dabei unter Druck gesetzt, möglichst schnell auf einen Link zu klicken.
Die LINDA-Regel der Polizei
Die Polizei empfiehlt die einfache Merkhilfe LINDA, um Phishing-Versuche frühzeitig zu erkennen:
L = Links und Anhänge misstrauen
Klicken Sie niemals unüberlegt auf Links oder Anhänge in E-Mails. Bewegen Sie den Mauszeiger über einen Link, bis das „Händchen“ erscheint, ohne darauf zu klicken. So sehen Sie oft bereits, ob die Zieladresse verdächtig erscheint.
I = Inhalt kritisch prüfen
Lesen Sie Nachrichten aufmerksam durch. Enthalten sie Rechtschreibfehler, unübliche Formulierungen oder Forderungen, die nicht plausibel erscheinen?
Betrüger versuchen häufig, ihre Opfer mit glaubwürdigen Geschichten zu täuschen.
N = Neutrale Anrede anzweifeln
Viele Phishing-Nachrichten beginnen mit Formulierungen wie:
- Liebe Kundin, lieber Kunde
- Sehr geehrte Damen und Herren
- Hallo Benutzer
Seriöse Unternehmen verwenden in der Regel Ihren korrekten Namen.
D = Dringlichkeit hinterfragen
Kriminelle setzen bewusst auf Zeitdruck.
Typische Aussagen sind:
- Ihr Konto wird gesperrt.
- Handeln Sie innerhalb von 24 Stunden.
- Letzte Mahnung.
- Sofortige Bestätigung erforderlich.
Lassen Sie sich niemals unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, die Nachricht sorgfältig zu prüfen.
A = Absender überprüfen
Kontrollieren Sie die vollständige E-Mail-Adresse des Absenders. Oft verstecken sich hinter bekannten Namen verdächtige Internetadressen.
Ein vermeintliches Apple-Mail könnte beispielsweise nicht von apple.com, sondern von einer völlig fremden Domain stammen.
Sind Macs vor Phishing geschützt?
Viele Anwender glauben, dass sie mit einem Mac automatisch vor allen Gefahren geschützt sind. Das stimmt leider nicht.
Moderne Macs verfügen zwar über sehr gute Sicherheitsmechanismen, Phishing greift jedoch nicht das Betriebssystem an, sondern den Menschen selbst.
Wer seine Zugangsdaten auf einer gefälschten Webseite eingibt oder einem Betrüger vertraut, kann unabhängig vom verwendeten Gerät Opfer eines Angriffs werden.
Deshalb ist das Thema Mac Sicherheit heute wichtiger denn je.
Warum Phishing immer gefährlicher wird
Die Qualität der Betrugsversuche hat sich in den letzten Jahren massiv verbessert.
Dank künstlicher Intelligenz und professioneller Übersetzungswerkzeuge wirken viele gefälschte Nachrichten mittlerweile nahezu perfekt. Rechtschreibfehler, die früher ein deutliches Warnsignal waren, kommen immer seltener vor.
Zudem nutzen Kriminelle zunehmend echte Logos, gefälschte Webseiten und täuschend echte Login-Seiten.
Selbst erfahrene Computeranwender können dadurch in die Falle geraten.
Was tun, wenn Sie auf einen Phishing-Link geklickt haben?
Falls Sie versehentlich auf einen verdächtigen Link geklickt oder sogar Zugangsdaten eingegeben haben, sollten Sie rasch handeln:
- Passwort sofort ändern
- Falls möglich Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
- Bank oder Kreditkartenanbieter informieren
- Betroffene Konten überwachen
- Computer auf Schadsoftware und Sicherheitsprobleme prüfen lassen
Je schneller reagiert wird, desto geringer fällt der mögliche Schaden aus.
Computer-Sicherheitscheck in Bern
Wir bei DoktorMac® erleben regelmässig Fälle, bei denen Kunden Opfer von Phishing-Angriffen geworden sind. Oft hätte bereits eine kurze Überprüfung des Computers geholfen, Sicherheitslücken oder riskante Einstellungen frühzeitig zu erkennen.
Im Rahmen eines Sicherheits-Checks prüfen wir unter anderem:
- Sicherheits-Einstellungen von macOS
- Browser-Konfiguration
- Passwörter und Zugangsschutz
- Schadsoftware-Risiken
- Backup-Strategien
- Allgemeine Sicherheitsmassnahmen
Damit erhalten Sie Gewissheit, dass Ihr System optimal geschützt ist.
Ihr Ansprechpartner für Mac Sicherheit und IT-Sicherheit in Bern
Als Spezialist für Mac Support in Bern unterstützen wir Privatpersonen, Selbständige und Unternehmen bei Fragen rund um Mac Sicherheit, Datenschutz und Schutz vor Phishing.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Mac ausreichend geschützt ist oder Sie eine verdächtige Nachricht erhalten haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.
Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für einen Computer-Sicherheitscheck in Bern.
DoktorMac®
Macintosh Support Bern-Region
☎ 031 305 00 80
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Betrüger keine Chance haben.
0313050080