Software mieten – wohin führt dies?
Immer mehr Software-Hersteller gehen vom Kauf- in ein Mietmodell über.
Der Trend ist klar: Immer mehr Dinge sollen gemietet werden, Musik (iTunes), Filme (AppleTV, Netflix), aber auch Software (Adobe, Microsoft 365, AppStore-Programme). Was bedeutet dies für die KundInnen?
- Einerseits ist man damit immer auf dem aktuellsten Stand, muss sich also nicht mehr um den ewigen Neukauf kümmern.
- Abonnemente sind meist recht einfach kündbar.
- Damit einher sind immer die neusten Features, die sofort zur Verfügung stehen.
- Geht mal wieder ein Update schief, ist ein Rollback eher schwierig.
- Die Preisgestaltung ist rein Sache des Software-Herstellers.
- Die Übersicht über die vielen Abonnemente ist oft schwierig
- Gerade bei Musik und im AppStore: Wenn es dem Lieferanten beliebt, nimmt er die Software aus seinem Angebot, die KundInnen verlieren dann oft ihre Songs.
- Geht ein Login verloren, ist die gesamte darüber bezogene Musik verloren.
Bei der Preisgestaltung habe ich einige Berechnungen gemacht: So wurden die Adobe-Produkte oft unregelmässig bezogen. Ebenfalls beim Microsoft Office wurde oftmals eine Version übersprungen. Wird dies nun auf das Mietmodell umgerechnet, bedeutet dies eine Preissteigerung von 50 – 100%! Weiter können die Software-Hersteller einfach die Preise erhöhen (so geschehen bei den Adobe-Produkten im 2019).
So wurden durch eine USA-Verordnung die Adobe-Produkte für Venezolaner unbrauchbar.
https://www.derbund.ch/digital/adobe-zieht-venezuela-den-softwarestecker/story/24687557